Sapperlotti, was war das für ein Tag. Angefangen hat er eigentlich schon gestern. Da wir gestern Abend keinen Quetzal gesehen hatten, schlug Susanne vor, heute vor Sonnenaufgang aufzustehen und zu jenem Ort zu gehen, an dem die Vögel von den Einheimischen zuletzt gesichtet worden waren. Dieser lag etwa 20 Minuten von unserer Unterkunft entfernt – bergauf.
Um 05:10 Uhr läutete Susannes Wecker. Da sich bis 05:45 Uhr im Zimmer jedoch nichts gerührt hatte, stand ich auf und machte mich fertig zum Gehen. Susannes eigentliches Vorhaben blieb schließlich aufgrund von 13 Grad auf der Strecke – sie blieb im Bett liegen und pfiff auf die Vögel 🤦.
Ich verbrachte fast zwei Stunden damit, diesen Nationalvogel Guatemalas zu suchen. Zu meinem Leidwesen ließ sich kein einziger blicken.
Resümee: Ich pfeiff auf vögeln !

Nachdem wir gefrühstückt und eine Unterkunft in Uvita gefunden hatten, machten wir uns auf den Weg. Zunächst ging es flott die Panamericana entlang, teils mit Trucks dicht im Nacken – das kannte ich ja schon aus Neuseeland.
Danach standen drei Routen zur Auswahl. Mir war es egal, Susanne entschied sich für die mittlere.



Diese Route erwies sich leider als Reinfall. Ich quälte unseren kleinen Hyundai über eine extreme Schotterstraße, steil bergauf und bergab. Nach etwa 8 Kilometern und etwa einer Stunde Fahrzeit wurde es so steil, dass wir im überhängenden Geröll nicht mehr weiterkamen. Der Anstieg war derart extrem, dass unsere Reifen durchdrehten und keinen Halt mehr fanden. Wir blieben beinahe in horizontaler Lage hängen.
Langsam ließen wir uns wieder zurückrollen, bis wir etwas Halt hatten. Ein Einheimischer kam auf seinem Quad vorbei und erklärte uns, dass dieser Weg eigentlich nur für Allradfahrzeuge geeignet sei. Wir drehten vorsichtig um und versuchten eine andere Route.
An der nächsten Abzweigung legten wir eine kurze Kaffee- und Trinkpause in einem einheimischen Restaurant ein. Danach schotterten wir weitere 18 Kilometer Richtung Küste. Gott sei Dank ging es dabei nur bergab – bergauf hätten wir es nie geschafft. Nach einer weiteren Stunde erreichten wir schließlich unserer Unterkunft.
Warum uns Google Maps diese Route ohne jeglichen Hinweis auf die Straßenverhältnisse vorgeschlagen hat, entzieht sich meiner Kenntnis.
Leider kommt auf den folgenden Videos die Steilheit der Schotterstrasse nicht zu Geltung.

Unterkunft: Hostel Cascada Verde
Hostel Cascada Verde; Preis: US$315.88.- für 2 Nächte ohne Frühstück; Parkplatz incl.; 2 Zimmer; 1 Doppelbett und 2 Einzelbetten; eigene Terrasse die aber unterhalb der Rezeption liegt – daher dunkel; Zimmer dunkel und muffig; sonst nettes Hostel mit schöner Gemeinschaftsterrasse und Gemeinschaftsküche;; sehr ruhig im Dschungel; 5 Autominuten von Uvita. Für 4 Personen wäre der Preis in Ordnung gewesen.
Wetter: In der Früh im Bergland 13 Grad. Am Nachmittag an der Küste 30 Grad.
